Studienverzeichnis Shared Services

Erscheinungsdatum:Januar 2014Seitenzahl: SeitenPreis:kostenlos

 
Beschreibung
Studienverzeichnis Shared Services

Die Prozesse der Verbrauchsabrechnung gelten bei Energieversorgern als Umsatzeintreiber, allerdings sind die verschiedenen Teilprozesse unterschiedlich im Bewusstsein der Versorger verankert. Mit der Liberalisierung in der Energiebranche sehen sich die Unternehmen allerdings zunehmend mit steigenden Anforderungen und einer erhöhten Komplexität durch die Vervielfältigung von Geschäfts- und damit Vertragsbeziehungen auf Prozess- und Organisationsebene konfrontiert. Bei Unternehmen kommt es im Zuge der Liberalisierung zu einer hohen vertikalen Prozessintegration auf Teilprozessebene, was die Organisationsstrukturen zukünftig verkompliziert.

Die veränderten Technologien haben dabei weiterhin das Potenzial zum „Treiber“ und „Veränderer“ (bspw. Zählerfernauslesung), können aber ebenso auch als „Standardisierer“ und „Kostentreiber“ (bspw. IS-U)eher zu hinderlichen Kostenfaktoren werden. Nach der Liberalisierung im Zählen ist mittelfristig auch mit einer Öffnung des Messens zu rechnen. Dabei muss Energieversorgern der Spagat zwischen Service bei gleichzeitig niedrigen Kosten im Massengeschäft gelingen, um auch langfristig im Wettbewerb bestehen zu können.

Eine Herausforderung stellt dabei sicherlich das entstehende Spannungsverhältnis zwischen Kundenservice und Forderungsausfall dar. In diesem Zusammenhang werden Maßnahmen zur aktiven Kundenbindung und -neugewinnung,aber auch ein effektives Forderungsmanagement zunehmend wichtig.

Hier bildet in den Bereichen Abrechnung, Zählerwesen und des Kundenservice die zunehmende Ausgründung von Abrechnungs- und Shared Service- Dienstleistern bei Energieversorgern einen Haupttrend,um Kosten zu sparen. Allerdings besteht aktuell noch ein relativ geringer Wettbewerb der Anbieter im Full-Service Bereich, im Gegensatz zu bestimmten Teilprozessen, in denen der Wettbewerb teilweise bereits stark ausgeprägt ist.

Als eine Reaktion auf die Liberalisierung im Zählen positionieren sich immer mehr Unternehmen als Messstellenbetreiber,um sich frühzeitig auf die zu erwartende Liberalisierung auch des Messens einzustellen. Dabei stellt sich allerdings auch die Frage, ob der Zähler dem Netz oder dem Vertrieb zuzuordnen ist. Diese Frage kann individuell beantwortet werden und ist nicht eindeutig zu klären.

Durch eine langfristig mögliche Turnusverkürzung infolge der aktuellen Effizienzdiskussion auf Bundes- und EUEbene droht ein massiver exogener Schock für die Messstellenbetreiber und Energieversorger, da zusätzliche Kosten auf sie zukommen könnten. Hier müssen Energieversorger also frühzeitig ihre Prozesse entsprechend anpassen, um mögliche Belastungen abzufangen.

 

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