Wasserwirtschaft 2007

Liberalisierung und Privatisierung oder kommunale Daseinsvorsorge?

Studiennummer: 09-0917 Studienbereich:Wasser- und AbwasserwirtschaftStudienart: StammstudieSeitenzahl:719 SeitenErscheinungsdatum:Juli 2006Preis: 4.100,00 €
Broschüre:
 
Einführung

Die deutsche Wasserwirtschaft gehört mit jährlich rd. 8 Mrd. Euro Investitionen zu einem der Wirtschaftsmotoren in Deutschland. Und obwohl die »Total-Liberalisierung« beim Wasser von europäischer Seite noch einmal verschoben wurde, stehen doch nichts desto trotz zahlreiche (auch rechtliche) Veränderungen zur Diskussion. Z.B.:

  • Verpflichtendes Benchmarking
  • Modernisierungsdiskussion von Seiten der Regierung
  • zunehmende Vorstellung von Ersatzregulativen von Seiten der EU
  • Veränderte Ausschreibungspflichten für interkommunale Zusammenarbeit und Konzessionen
Aufgrund der anstehenden rechtlichen Veränderungen müssen sich die Marktteilnehmer bereits heute einem Positionierungswettbewerb in der Wasserbranche stellen. Aktuell ist der Markt in Deutschland durch Privatisierungstendenzen und Konzentrationsprozesse geprägt, mit weitreichenden Konsequenzen für die Wettbewerbschancen der Marktteilnehmer.

Diese Studie auf Grundlage von Experteninterviews beantwortet u.a. die folgenden Fragen:

  • Wie können sich die etablierten Anbieter einen Vorsprung im Wettbewerb, z.B. durch Erhöhung der Kundenbindung, sichern?
  • Lassen sich durch Multi-Utility-Angebote Vorteile erreichen?
  • Welche Chancen ergeben sich für neue oder internationale Wettbewerber?
  • Wo können Kosten optimiert oder zusätzliche Einnahmequellen erschlossen werden?
  • Welche Strategien versprechen welche Vor- und Nachteile für die Kommunen?
  • Unter welchen Umständen ist die Fremdvergabe der Betriebsführung für Industrieunternehmen erfolgreich?
  • Wie wird sich der Umfang der externen Betriebsführung in der Wasserversorgung entwickeln? Welche Chancen ergeben sich hieraus für die Wasserversorger und Dienstleister?
  • Welche Erfahrungen wurden und werden in anderen Ländern und den Nachbarbranchen gemacht? Welche Konsequenzen lassen sich hieraus für die Wasserwirtschaft ziehen?
Ziele und Nutzen

Die Studie gibt einen fundierten Einblick in die aktuellen und zukünftigen internationalen und nationalen Entwicklungen und Liberalisierungsprozesse in der Wasserwirtschaft. Dies erfolgt neben einer konkreten Darstellung der Marktentwicklung auch über eine qualitative Darstellung (bspw. Kundenwechselverhalten, Wettbewerbsintensität usw.). Dabei beschreibt sie über unterschiedliche Szenarien mögliche Ausprägungen dieser Entwicklungen und erlaubt es dem Leser so, einen transparenten Überblick zu gewinnen, seine eigenen Auffassungen in die Studienergebnisse einzubinden und somit zu eigenen Schlußfolgerungen zu gelangen.

Die Studie gibt Hinweise auf die gegenwärtigen und zukünftigen Auswirkungen der Liberalisierungswelle sowohl aus Sicht der Wasserversorger als auch der Kommunen und zeigt diese qualitativ und quantitativ auf. Sie liefert Empfehlungen darüber, wie mit diesen Auswirkungen heute umzugehen ist und erlaubt den Wasserversorgern, das eigene Asset Management zu gestalten und sich zu positionieren, um im Wettbewerb ganz vorne mit dabei zu sein, und den Kommunen, eine vorteilhafte Gewährleistung dieser Aufgabe der Daseinsvorsorge zu finden.

Damit ermöglicht die Studie eine Überprüfung der bisherigen eigenen Strategie und ihrer Umsetzung und eine zielgerichtete Fokussierung auf spezielle Veränderungen und Anpassungen im Hinblick auf den liberalisierten Wettbewerb. Es wird dargestellt, wie die Marktakteure aus den Auswirkungen der Entwicklung Vorteile im Markt generieren können, um so zu den kommenden Gewinnern zu zählen.

Auf der Grundlage einer umfangreichen Befragung zu den Auswirkungen der Marktöffnung in der Wasserwirtschaft, den aktuellen Maßnahmen der Versorgungsunternehmen sowie der Angebotsstruktur von Dienstleistungsunternehmen werden Bedeutung und Potenziale aufgezeigt und Strukturen offengelegt. Es werden Fakten dargestellt, Grundannahmen präsentiert und Prognosen abgegeben, die nachvollziehbar sind und es innerhalb von Szenarien jedem Wasserversorgungsunternehmen, Stadtwerken, Querverbundunternehmen, Industrieunternehmen mit eigener Wasserversorgung und Kommunen erlauben, selbst individuelle Einschätzungen einfließen zu lassen.

Methodik

trend:research setzt verschiedene Field- und Desk-Research-Methoden ein. Neben umfangreichen Intra- und Internet-Datenbank-Analysen (inkl. Zeitschriften, Publikationen, Konferenzen, Geschäftsberichte, Ratsprotokolle usw.) fließen für die Stammstudie 166 strukturierte Interviews mit folgenden Zielgruppen ein:

  • Kommunale Wasserversorgungsunternehmen
  • Private
  • Wasserversorgungsunternehmen
  • Stadtwerke und Querverbundunternehmen mit Wassersparte
  • Kommunen
  • Zweckverbände
Zielgruppe

Die Stammstudie hilft Wasserversorgungsunternehmen, -verbänden, Stadtwerken und Querverbundunternehmen aber auch Kommunen, zukünftige Potenziale in der Wasserwirtschaft einzuschätzen und das eigene Angebot bzw. die eigenen Maßnahmen vor diesem Hintergrund im Zuge einer Erweiterung der Marktposition auf- und auszubauen.

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